29.10.2025 – Kritiken zu SPIEGEL im Theater Spielraum

https://www.musicalcocktail.info/Spiegel/mobile/ | Text: Michaela Springer, Foto: Barbara Palffy
Anna Zöch als dessen Sekretärin Mei fungiert als Spiegel des Publikums. Ihre zögerlichen Fragen und stillen Irritationen öffnen Räume der Reflexion. Sie zwingt die Zuschauenden, das Spiel der Täuschungen nicht nur intellektuell, sondern emotional nachzuvollziehen. Gerade in dem Moment, in dem sie scheinbar verstummt, spricht sie am lautesten. Zöch gelingt eine Darstellung von bemerkenswerter innerer Spannung, leise, präzise, durchdringend.
SPIEGEL ist eine glänzend gespielte Versuchsanordnung über Macht und Moral. Das Ensemble überzeugt durch psychologische Präzision, sprachliche Schärfe und ein seltenes Gespür für die Zwischentöne des Absurden.
https://www.ioco.de/wien-theater-spielraum-spiegel-sam-holcroft-ioco/ | Text: Marcus Haimerl
Anna Zöch gestaltet die Figur der Mei mit beeindruckender Präzision und innerer Spannung. Sie spielt jemanden, der gleichzeitig beobachtet und mitspielt, der alles registriert und dennoch nicht unberührt bleibt. Was ihre Darstellung so faszinierend macht, ist genau dieses Umschalten: vom sachlich kontrollierenden Beamtenblick zur verletzlichen, tastenden jungen Frau – und wieder zurück. Zöch vermeidet jede Überzeichnung. Ihr Spiel beginnt fast unscheinbar: leises Sprechen, gerader Rücken, die Hände gefaltet oder an den Mappen. Doch in dem Moment, in dem sie ein Manuskript vorlesen muss, verändert sich alles. Sie liest stockend, als müsse sie jedes Wort innerlich überprüfen, bevor sie es zulässt. Ihre Stimme ist leise, brüchig, aber hochkonzentriert – und gerade in dieser Zurückhaltung liegt enorme Spannung. Besonders eindrucksvoll sind die Momente, in denen Mei zwischen Gehorsam und innerem Widerstand schwankt. Etwa dann, wenn sie Bax zuhört, mit den Augen jede gefährliche Silbe abtastet – und man dennoch spürt, wie sie zu verstehen beginnt, was ein Text in einem Menschen auslösen kann. Oder in der leisen Szene mit Adem, wenn Nähe möglich scheint, aber sofort wieder durch Angst, Kontrolle und Pflichtgefühl eingefroren wird. Zöch gelingt es, diese Figur nicht zur bloßen Funktion des Systems zu machen, sondern als jemanden zu zeigen, der gelernt hat zu gehorchen – und dennoch denkt. Ihre Darstellung ist präzise, berührend, nie sentimental, aber voller innerer Bewegung. Damit wird sie zu einem der leisen, aber zentralen Zentren des Abends.
FALTER 45/2025, Martin Pesl, 4.11.2025
„Spiegel“ – Theater spielen, bis die Polizei kommt. (…) Es lohnt sich, wenig über die raffiniert gebaute Handlung zu wissen, bevor man sich die deutschsprachige Erstaufführung des West-End-Hits in Gerhard Werdekers Regie ansieht. Dann hält man die beträchtliche Dauer von fast zweieinhalb Stunden dank der Spannung gut aus. Nur so viel noch: Pause kann es keine geben, denn die Aufführung ist ohnehin illegal und könnte jederzeit von der Geheimpolizei gesprengt werden. Das Ensemble überzeugt mit Tempo und Authentizität: Paul Wiborny zeichnet den Čelik gefährlich selbstsicher, Paul Graf den Adem entwaffnend naiv. Anna Zöch spielt eine autoritätshörige Ex-Soldatin, Adrian Stowasser einen sich für die eigene Regimetreue hassenden Autor. Fazit: ein leider hochaktueller Abend über die Mechanismen, durch die Wahrheit zu Lüge wird.
http://www.unisex.at/event-theater-spielraum-spiegel-2025.htm | Text: Andrea Beckert
Das sechsköpfige Ensemble bot durchgehend eine brillante Leistung. (…)
Großartig war Anna Zöch in ihrer Rolle, die zuerst die fröhliche Braut Leyla gab und sich dann als Čeliks junge, naive, verklemmte Sekretärin Mei, die nur langsam ihre romantischen Gefühle für Adem zeigt, herausstellte.
Der spannende Politthriller voller schwarzem Humor vermittelt eine starke Botschaft und regt dazu an, über die wichtige Bedeutung der Meinungsfreiheit nachzudenken und zu diskutieren.

11.03.2025 – Achtsam Morden – „Dolomiten – Tagblatt der Südtiroler„

18.03.2024 – Oskar und die Dame in Rosa – Oberösterreichische Nachrichten

15.03.2024 – Oskar und die Dame in Rosa – Kurier

14.03.2024 – Oskar und die Dame in Rosa – Volksblatt OÖ

BLOGBEITRAG LANDESTHEATER LINZ
zur Premiere von „Oskar und die Dame in Rosa“ am 17.03.2024 in den Kammerspielen.
13.09.2023 – Heidi – Kleine Zeitung Kärnten

08.09.2023 – Heidi – Kronen Zeitung Klagenfurt

08.09.2023 – Heidi – Kleinen Zeitung Kärnten

27.03.2023 – Interview – Kronen Zeitung NÖ/ Krems





2022 – KRITIKEN TRÜMMERHERZ!
„Anna Zöch begeistert auf der Bühne nicht nur mit ihren Boogie-Woogie-Moves, sondern verkörpert überzeugend die sture aber gleichzeitig zerbrechliche Rudi.“

„The acting is fantastic, the characters are real, believable. The script is brilliant, chronicling personal stories of the post-war era in a particular milieu in Vienna (let ‚Prater‘ be a hint) through short scenes that weave back and forth through time, in an almost cinematic way.“
– Karin Svadlenak-Gomez, ViennaCultgram

„Da ist keine Emotion aufgesetzt, da wird reichlich gefühlt, tiefgehend 🙏😍
In teils extremer Langsamkeit lässt diese wahnsinnig kraftvolle Inszenierung von Martina Gredler dabei schier endlos viel Platz für Energie, für Emotion.“
Daniel Landau, #LandausSchnellkritik
20.05. 2022 – Der freie Fall im luftleeren Raum – Falter

02/ 2022 – „Die Niederösterreicherin“ war uns bei den Proben für die kommende Produktion „Der freie Fall im luftleeren Raum“ besuchen. Danke liebe Victoria Kery-Erdelyi für das Gespräch!
